25.10.2009 - Geldanlage
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Mit Sicherheit investieren - das Discountzertifikat

Von Eike Schulze (es)

Mit Zertifikaten lassen sich unterschiedliche Anlagestrategien verfolgen. Discountzertifikate sind dabei meist auf defensiv orientierte Anleger ausgerichtet. Viele dieser Derivate sind inzwischen mit einem Sicherheitspuffer gegen Geldverlust ausgestattet. Ein wichtiger Zertifikatetyp dabei sind Discountzertifikate. Sie haben zurzeit einen Anteil von rund 46 % am Zertifikatemarkt und sind damit der am stärksten nachgefragte Zertifikatetyp.

Charkteristikum Discountzertifikat
Das Discountzertifikat – auch als Discounter bezeichnet – ist ein Derivat mit einer Risikobegrenzung und gleichzeitiger Deckelung (Cap) von Gewinnen. Es bezieht sich immer auf einen Basiswert, entweder einen Index (Index- Discountzertifikat) oder eine Aktie (Aktien- Discountzertifikat), und wird mit einem Laufzeitende verknüpft. Zu diesem Zeitpunkt entspricht der Wert des Papiers dem des Basiswerts. Der Name Discountzertifikat drückt bereits aus, dass Aktien oder Indizees mit einem Rabatt erworben werden. Beträgt der reale Wert einer Aktie 100 Euro, so wird das Discountzertifikat beispielsweise mit einem Abschlag von 20 Prozent, also 80 Euro, angeboten. Dieser Rabatt verschafft dem Discountzertifikat einen Risikopuffer, denn erst, wenn zum Laufzeitende der Basiswert unter den Risikopuffer rutscht, entstehen dem Anleger Verluste. Gleichzeitig bietet das Discountzertifikat selbst dann noch Renditechancen, wenn sich der Aktienmarkt seitwärts bewegt oder sogar wenn der Basiswert zwischenzeitlich leicht fällt, da sich der Kaufpreis und reale Kurs erst richtig zum Laufzeitende annähern.

Was passiert am Ende der Laufzeit beim Discountzertifikat?
Drei Szenarien sind zum Laufzeitende des Discountzertifikates denkbar. Erstens, der Basiswert liegt mindestens auf dem Cap, in diesem Fall ist die maximale Rendite erreicht und der Anleger erhält eine bestimmte Summe ausbezahlt. Im zweiten Fall befindet sich das Discountzertifikat zwischen Kaufpreis und Cap, der Anleger erhält Geld oder in manchen Fällen auch die Aktie oder das Indexpapier, das die Basis des Discountzertifikates bildet. Im dritten Fall liegt der Endkurs unterhalb des Kaufpreises, der Anleger erhält Geld ausbezahlt, der dem Verlust zwischen Einstiegspreis und Auszahlung entspricht.  

Anlagehorizont Discountzertifikat und Fazit
Entscheidend für die Auswahl des richtigen Discountzertifikates ist die Zeitdauer, in der das Geld angelegt werden soll, da die Anlage grundsätzlich auf das Laufzeitende ausgerichtet ist. Der Vorteil des Discountzertifikats liegt darin, dass der Anleger selbst dann, wenn keine Kursgewinne während der Laufzeit entstehen, eine Rendite erzielt, die sich aus dem Rabatt des Discountzertifikates ergibt. Aufgrund seiner Struktur ist ein Discountzertifikat allerdings nicht für sehr volatile Märkte geeignet, und während einer Hausse partizipiert der Anleger aufgrund der Gewinnbegrenzung nur eingeschränkt an den Kurssteigerungen.

Allerdings gibt es Discountzertifikate in unterschiedlichen Ausgestaltungen. Eine Form sind beispielsweise Deep-Discountzertifikate. Bei diesen Papieren befindet sich der Cap unterhalb des Kaufpreises und der gesamte Kursverlauf immer oberhalb des Caps, wodurch sie quasi eine Konkurrenz zu Geldanlagekonten wie Festgeld darstellen.


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