13.10.2009 - Konten und Kredite
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Studienkredite - Genug Geld für den Hörsaal

Von Eike Schulze (es)

Ein Studium zu absolvieren ist heute aufgrund von Studiengebühren ein teures Unterfangen. Viele Familien verfügen nicht über genug Mittel, um ihren Kindern eine Hochschulausbildung in voll zu finanzieren. Wer seinen Studienabschluss schnell erreichen möchte, hat außerdem oft nicht genug Zeit, sich das nötige Geld durch Nebenjobs zu verdienen. Studienkredite bieten einen Ausweg.

Banken locken mit guten Konditionen
Banken halten für Studierende Kredite mit günstigen Zinsen bereit. Sie kosten ungefähr so viel wie die günstigsten Ratenkredite. Als Zusatzleistung erhalten Studenten in der Regel ein kostenloses Girokonto bei der Bank. Lediglich einige Sparkassen verlangen Kontoführungsgebühren oder Bearbeitungsgebühren für den Kredit. Zudem sind die Finanzspritzen für das Studium leicht zu haben. Zwar stellen die Banken Anfragen bei der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa), jedoch gelten nur Vorkommnisse wie Insolvenzen oder eidesstattliche Erklärungen als Ausschlusskriterien. Auch müssen Studenten nur selten Bürgschaften aufweisen. Einige Anbieter setzen jedoch voraus, dass die Kreditinteressenten ihnen eine Einnahme-Ausgabe-Rechnung vorlegen.

Studienkredite sind außerdem recht flexibel. Die Banken zahlen das Darlehen in monatlichen Raten aus. Innerhalb bestimmter Ober- und Untergrenzen können die Studenten deren Höhe festlegen, und sie je nach Finanzlücke auch erhöhen oder senken. Auch die Rückzahlungsdauer nach Laufzeitende ist in der Regel variabel. Tipp: Von Vorteil ist es, mit der Bank eine Stundung der Zinsen bis zur Rückzahlungsphase zu vereinbaren, da sonst die Auszahlungsrate von Monat zu Monat sinkt.

So verlockend die Angebote auch klingen, ehe Studenten einen Kredit aufnehmen, sollten sie alle anderen Finanzierungsquellen wie Unterhalt von Eltern, Stipendien oder Bafög ausschöpfen, um den Schuldenberg möglichst klein zu halten.

Größter Anbieter: die KfW Förderbank
Marktführender Anbieter von Studienkrediten ist die KfW Förderbank. Seit dem Start des Programms im April 2006 hat sie 42.500 solcher Darlehen vergeben. Ein Studienkredit lässt sich beantragen, indem der Kunde auf dem Online-Portal der KfW (www.kfw-foerderbank.de) seine Daten eingibt, den Vertrag ausdruckt und ihn anschließend bei einer der zahlreichen Banken, die zu den Vertriebspartnern der KfW gehören, einreicht. Dies ist notwendig, weil die KfW keine eigenen Filialen betreibt. Auch viele Studentenwerke vermitteln die Studienkredite.

Bei der KfW und den meisten anderen Banken zahlen die Studierenden variable Zinsen, welche während der gesamten Laufzeit an die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen angepasst werden. Allerdings garantiert die KfW, wie auch manch anderer Anbieter, vertraglich festgelegte Höchstzinsen. Nur einige Kreditinstitute, wie die DKB, PSD-Rhein-Rhur und die Sparkasse Leipzig, erheben für die Kreditlaufzeit feste Zinssätze – dies hat für die Darlehensnehmer den Vorteil, dass sie genau kalkulieren können, wie viel sie einmal an die Bank zurückzahlen müssen.

Kredite für das Examen und Studiengebühren
Das letzte Studienjahr lässt sich auch mit einem Kredit der Darlehenskassen, die häufig zu den Studentenwerken gehören, finanzieren. Diese Kassen bieten Studienabschlussdarlehen, für die zwar Verwaltungsgebühren anfallen können, oft aber keine Zinsen zu zahlen sind. Somit sind die Kredite unschlagbar günstig. Allerdings sind die Voraussetzungen für die Vergabe schärfer als bei Studienkrediten. So benötigen die Studenten Bürgen und bei manchen Kassen auch Gutachter, die ihnen gute Aussichten auf einen Studienabschluss bescheinigen.

Bei den Landesförderbanken können Studierende günstige Kredite für die Finanzierung von Studiengebühren erhalten. Wer hohe Bafög-Schulden hat, braucht diese Darlehen nicht einmal in vollem Umfang zurückzahlen.



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