15.10.2009 - Versicherungen
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Mehr Sicherheit für die Hinterbliebenen: die Risikolebensversicherung

Von Eike Schulze (es)

Rund jeder fünfte Deutsche stirbt, bevor er das 65. Lebensjahr erreicht hat. Vor allem Familien mit einem Hauptverdiener können in finanzielle Nöte geraten, wenn dieser frühzeitig verstirbt. Wer seine Angehörigen davor schützen möchte, sollte eine Risikolebensversicherung abschließen.

Hilfe für den Notfall
Im Todesfall des Versicherten garantiert die Risikolebensversicherung den Hinterbliebenen die bei Vertragsabschluss festgelegte Versicherungssumme. So können sie weiterhin ihren Lebensunterhalt oder die Rückzahlung eines Kredites bestreiten. Erlebt der Versicherte das Ende des Vertrages, bekommt er in der Regel eine geringe Überschussbeteiligung ausgezahlt.
Im Gegensatz zur Kapitallebensversicherung ist die Risikolebensversicherung nicht als Geldanlage gedacht – die Prämien sind deshalb wesentlich niedriger als bei der Kapitallebensversicherung.
Ein Preisvergleich vor Abschluss einer Risikolebensversicherung ist unbedingt zu empfehlen. Zwar unterscheiden sich die Anbieter bei den Leistungen kaum, die Preisunterschiede können allerdings gewaltig sein.

Die richtige Versicherungssumme

Vor Abschluss der Police muss sich der Versicherte Gedanken über die zu vereinbarende Versicherungssumme – also den Betrag, den die Versicherung im Todesfall auszahlt – machen. Diese ergibt sich aus der individuellen Einkommens- und Vermögenslage der Familie. Die Summe sollte unbedingt in angemessener Höhe abgeschlossen werden. Ist sie zu hoch, zahlt die Familie unnötig hohe Beiträge, ist sie zu gering, fehlt den Angehörigen im Fall des Falles das nötige Geld.
Als Richtwert gilt, dass die Versicherungssumme einer Risikolebensversicherung mindestens drei Jahresbruttogehältern entsprechen sollte. Bei Eltern mit kleinen Kindern sollte die Summe möglichst das fünffache des Jahresbruttogehaltes betragen.
 
Wovon hängt die Höhe des Beitrags ab?
Neben der Versicherungssumme ist für die Höhe des zu zahlenden Beitrags in erster Linie das persönlichen Risiko – also Alter und Gesundheitszustand – des Versicherten ausschlaggebend. Für junge und gesunde Versicherte sind die Beiträge grundsätzlich geringer als für ältere Versicherungsnehmer mit Erkrankungen. Wer unter Vorerkrankungen leidet, einen gefährlichen Beruf oder ein riskantes Hobby ausübt, zahlt einen so genannter Risikozuschlag. Hält die Gesellschaft das Risiko einer Krankheit für zu groß, werden manche Anträge sogar abgelehnt. Außerdem gilt: Nichtraucher zahlen weniger als Raucher.
Und auch die Laufzeit wirkt sich darauf aus, wie teuer eine Risikolebensversicherung ist. Die Dauer des Versicherungsvertrags sollte deshalb gut überlegt sein und am besten entsprechend der Entwicklung des Versicherungsbedarfs festgelegt werden. Vor allem das Alter und die Ausbildungssituation der Kinder sind dabei ausschlaggebend. Werden diese finanziell unabhängig, weil sie beruflich auf eigenen Beinen stehen, geht der Versorgungsbedarf der Familie zurück. Die Laufzeit der Versicherung kann also so vereinbart werden, dass sie endet, wenn der Nachwuchs eigenes Geld verdient oder die Familie Zugriff auf andere Rentenleistungen hat.

Kosten sparen

Wollen sich die Ehepartner gegenseitig absichern und dabei Kosten reduzieren, können sie eine Risiko-Lebensversicherung auf zwei Leben abschließen. Der Versicherer zahlt die Versicherungssumme dann allerdings nur einmal – und zwar beim Tod des Erstversterbenden. Diese Variante ist im Vergleich zu zwei getrennten Verträgen günstiger.
Wer sparen möchte, kann auch eine Police mit fallender Versicherungssumme abschließen. Sinnvoll ist das vor allem im Falle einer Immobilienfinanzierung. Mit zunehmender Tilgung des Kredits sinkt dann auch die Versicherungssumme der Risikolebensversicherung.


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